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Gelungene Premiere

Wieder einmal volles Haus im Nordbögger Feuerwehrgerätehaus am Samstagabend, 03.03.2018: Als Brandinspektor Matthias Zumdick in seiner Funktion als neuer Löschzugführer um 19:45 Uhr die die Jahresdienstbesprechung der Brandschützer im Bönener Westen eröffnete, stand zunächst die Begrüßung einer Reihe von Gästen auf der Tagesordnung. So waren der Einladung des Löschzuges Bürgermeister Stephan Rotering, Nordbögges Ortsvorsteherin Doris Cyplik, Kreisbrandmeister Thomas Heckmann, die beiden stellvertretenden Bönener Wehrleiter Wolfgang Schimmel und Hartwig Hoffmeier, die Verantwortlichen der Bönener Jugendfeuerwehr um Jugendwart Timo Rinkewitz, eine Abordnung der Ehrenabteilung des Löschzuges 1 mit ihrem Sprecher Wolfgang Kockerbeck, eine Delegation des Löschzuges 2 mit ihren Zugführern Matthias Niggemeier und Stefan Eickelberg, Abordnungen der Feuerwehren aus Hamm-Rhynern und Eversberg sowie Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes – Ortsverein Bönen e.V. gefolgt. Erstmalig zu Gast im Nordbögger Gerätehaus war eine größere Abordnung des Schützen- und Heimatvereins Altenbögge, die am Samstagabend auch die Bewirtung übernahm.

Nach dem Totengedenken und der Verlesung der Niederschrift über die Jahresdienstbesprechung im Vorjahr berichtete Marcus Schnickmann über die Aktivitäten der Gerätewarte im vergangenen Jahr: Neben den „alltäglichen Arbeiten“ wie Reparaturen, Instandsetzungen und Überprüfungen wurde im März durch die Bönener Gerätewarte ein Lehrgang für Maschinisten von Löschfahrzeugen auf Kreisebene organisiert und durchgeführt. Ein zweiter Lehrgang unter Bönener Regie stand dann im Oktober an: Sieben junge Feuerwehrleute wurden an insgesamt drei Wochenenden zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit war das neue modulare Beladungskonzept für den Gerätewagen Logistik. Insgesamt leisteten die Gerätewarte im letzten Jahr 1.690 Arbeitsstunden.
Im Bereich der Atemschutzwerkstatt kamen weitere 538 Arbeitsstunden hinzu, die für die vorgeschriebenen Halbjahres- und Jahresprüfungen der Atemschutzgeräte, insbesondere aber auch für das Waschen, Desinfizieren und Prüfen von Masken, Atemanschlüssen und Atemschutzgeräten nach Einsätzen und Übungen aufgewandt werden mussten.
Führungswechsel an der Spitze des Gerätewarte-Teams
Nach über 25-jähriger Tätigkeit als verantwortlicher Gerätewart übergab Hans-Georg Janz im vergangenen Jahr den „Staffelstab“ an Marcus Schnickmann, der zusammen mit seinem Team im Jahr 2017 insgesamt 2.228 Arbeitsstunden (Addition allgemeine Gerätewartung und Atemschutzwerkstatt) aufgezeichnet hatte. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für sein langjähriges Engagement überreichte der stellv. Wehrleiter Hartwig Hoffmeier unter dem Beifall aller Anwesenden eine Ehrenurkunde an Hans-Georg Janz.
Den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr erstattete der frisch gerade ernannte Jugendwart Timo Rinkewitz, der das Amt von Niels Rudolf übernommen hat. Zum Ende des vergangenen Jahres gehörten der Bönener Nachwuchsabteilung insgesamt 31 Jugendliche, darunter drei Mädchen, an. Drei gut ausgebildete Kameraden wurden in 2017 in die aktive Wehr übernommen, drei weitere Jugendliche absolvieren zurzeit ihre Grundausbildung, um dann im Laufe des Jahres 2018 in den aktiven Dienst der Löschzüge zu wechseln.
In puncto Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit geht auch die Bönener Jugendfeuerwehr inzwischen neue Wege: Mit ihrer Berichterstattung in den sozialen Medien (Facebook, twitter, Instagram) erreicht die Jugendfeuerwehr mittlerweile zwischen 300 und 1.000 Nutzer, die die Aktivitäten und Berichte regelmäßig im Netz verfolgen.

Jugendfeuerwehr auch in den sozialen Medien aktiv
Timo Rinkewitz blickte außerdem auf zwei highlights in 2017 zurück: Neben dem traditionellen Pfingstzeltlager mit der Jugendfeuerwehr Mengershausen stand der 40. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Bönen auf dem Programm. Mit rund 200 Gästen aus der Region wurde am 20. Mai ein unvergesslicher „Jahrmarkt“ am Bönener Zechenturm gefeiert – inklusive einem Spiel ohne Grenzen mit verschiedenen Stationen, die den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Menge Geschick und Einfallsreichtum abverlangten.

Für die Ehrenabteilung des Löschzuges berichtete Wolfgang Kockerbeck über die Aktvitäten in 2017: Neben den quartalsweisen Treffen standen u.a. ein Grillnachmittag mit Partnerinnen in Lenningsen, eine 30-km-Radtour durch den Bönener Süden sowie die traditionelle Jahresabschlussfeier auf dem Programm. Neben dem Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr wagte Wolfgang Kockerbeck auch ein Blick in die Zukunft, den man mit „Ehrenamt – quo vadis?“ umschreiben könnte und mit Fragen verbunden war, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen und sich ändernde Werte- und Moralvorstellungen auf die Feuerwehr auswirken.

Zumdick web 2018

Einsatzstatistik: Erfreuliche und traurige Entwicklung
Für den Löschzug 1 begann das Jahr 2017 spektakulär, als in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar ein Großbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße zu bekämpfen war. In der Gesamtstatistik konnte Löschzugführer Matthias Zumdick auf insgesamt 108 Einsätze, was dem Durchschnitt der letzten Jahre entspricht, zurückblicken. Erfreulich ist, dass der Löschzug nur zu vier Fehlalarmen gerufen wurde. Nachdenklich macht allerdings die Zahl von 15 Alarmierungen, bei den verschlossene Wohnungstüren für den Rettungsdienst geöffnet werden mussten. Im Bereich dieser Einsätze ist leider auch kreisweit zu beobachten, dass scheinbar immer weniger Menschen ihren Nachbarn einen Wohnungsschlüssel für den Notfall anvertrauen und möglicherweise die gegenseitige Achtsamkeit unter Nachbarn auf dem Rückzug ist.
Die 108 Einsätze teilen sich auf in 34 Brandeinsätze, 17 Unterstützungen des Rettungsdienstes, 53 technische Hilfeleistungen unterschiedlichster Art und Weise sowie die vier genannten Fehlalarmierungen. In Summe wurden einsatzbedingt 1.522 Arbeitsstunden geleistet.
Fast doppelt so viele Arbeitsstunden (2.958) kamen durch die 14-täglichen Dienstabende mit theoretischen und praktischen Unterrichte zusammen. Hinzu kommen noch zahlreiche Lehrgänge und Seminare, die vor Ort, bei anderen Feuerwehren im Kreis Unna, an der Feuerwehrausbildungsstätte Ahlen-Brockhausen sowie am Institut der Feuerwehr NRW in Münster besucht wurden.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr ging Matthias Zumdick zudem auf das Übungswochenende im Naturfreundehaus Stimm-Stamm in Eversberg ein, bei dem wieder ein Waldbrandszenario zugrunde gelegt wurde und eine Wasserversorgung über längere und teils steile Wege hergestellt werden musste. Aktuelle Projekte am Standort in Nordbögge sind der Neubau der zentralen Kleiderkammer durch die Gemeinde Bönen sowie die Renovierung der Küche im Hauptgebäude, die in Eigenleistung erfolgt.

Rotering web 2018

Bürgermeister Stephan Rotering berichtete, dass die Gemeinde Bönen auch in 2018 ein besonderes Augenmerk auf die Ausstattung und Infrastruktur der Feuerwehr legen werde. Neben der Machbarkeitsstudie für den Standort in der Bachstraße und der Sanierung des Standortes in der Poilstraße lägen ihm die Nachwuchs- und Mitgliederwerbung sowie die einvernehmliche Wiederbesetzung der vakanten Wehrleiterposition am Herzen. Außerdem sprach Rotering den aktiven Feuerwehrleuten und ihren Familien ein großes Dankeschön für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Namen von Rat und Verwaltung der Gemeinde Bönen aus.
Im Grußwort der Bönener Wehrleitung merkte Gemeindebrandinspektor Wolfgang Schimmel an, dass im Jahr 2017 keine Personenschäden in den eigenen Reihen zu verzeichnen waren, was für ihn nicht allein ein Glücksfall, sondern auch der Beweis für den hohen Aus- und Fortbildungsstand, über den die Bönener Wehrleute verfügen.


Im Anschluss daran sprach Gemeindebrandinspektor Wolfgang Schimmel folgende Beförderungen aus:
Zu Oberfeuerwehrmännern: Luis Peitsch, Janis Kohs, Stefan Koerdt und Alexander Stehl
Zu Unterbrandmeistern: Sebastian Nowak und Theo Funke
Zum Brandinspektor: Andreas Feih
Zum Brandoberinspektor: Matthias Zumdick
Zum Gemeindebrandinspektor: Uwe Hasche

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Zum Abschluss der Jahresdienstbesprechung wandte sich Gemeindebrandinspektor Hartwig Hoffmeier aus aktuellem Anlass an die Bönener Einsatzkräfte: Er überbrachte den Dank der Bewohnerin des Hauses im Kletterpoth, wo es am Donnerstagmorgen zu einem Garagenbrand gekommen war und nur durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Bönener Feuerwehr eine Brandausbreitung auf das Wohnhaus verhindert werden konnte. „Danke – schön, dass es Euch gibt!“ das sind nach Ansicht von Hoffmeier wenige Worte, die wohltuend sind auch vielleicht auch erklären, weshalb Feuerwehrleute rund um die Uhr und auch bei eisigen Temperaturen sofort aufspringen und sich auf den Weg zur Wache machen, wenn der Melder oder die Sirene ertönt.

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